Ich bin doch immer wieder erstaunt, was sich so einige Dienstleister hier in Deutschland erlauben und offensichtlich erlauben können.
Ich bin heute morgen mit meinem Auto auf dem Weg zur Arbeit liegengeblieben. Eigentlich bereits ein paar Kilometer von zu Hause. Innerhalb Berlins habe ich einen Arbeitsweg von 25km, eine Wegstrecke, zu fahren.
Also ich ADAC angerufen und einen Gelben Engel bestellt.
Es dauerte knapp eine Stunde, bis der Kollege in Gelb erschien. Nun gut, Berlin eben.
Diagnose gestellt, Fahrzeug fahruntüchtig. Ich ihm erklärt, dass ich im Prinzip keine Zeit habe, dass Auto mit ihm jetzt zu schleppen. Auf die Frage hin, ob wir dies heute im Laufe des Nachmittages machen könnten sagte er, kein Problem. Er hat mich dann nur kurz ans Seil genommen und umgeparkt, damit ich nicht mehr im absoluten Halteverbot stehe
Ich also zum Feierabend erneut ADAC angerufen, um einen Schlepper zu bestellen. Die nette Dame hat alles aufgenommen und den Schlepper bestellt - warnte jedoch vor, dass es bis zu 90 Minuten dauern könnte.
Da ich eh einen Fahrweg (mit Kollegen) von 45 Minuten habe, kein Problem.
Nach 15 Minuten rief mich dann wohl der Disponent des Schleppers an. Er fragte wohin ich denn geschleppt werden will. Müggelheim, sagte ich. Ca. 15 Minuten von dem Standort, wo das Fahrzeug steht.
Dann fing er erstmal an zu diskutieren. Das ginge nicht, das liege außerhalb Berlins. Transport nur bis zur nächsten Werkstatt. Punkt. Auf meine nette Art versuchte ich ihm klarzumachen, dass Müggelheim nicht außerhalb Berlins läge. Er schaute dann auf seine (vermutlich digitale) Karte. Er sagt erneut, dass Müggelheim außerhalb Berlin läge und sie nur bis zur nächsten Werkstatt schleppen. Da ist mir der Kragen geplatzt.
Hier gehts um ein Transport von ca. 15 Minuten (und das innerhalb Berlins! Da sind 15 Minuten NICHTS). Zur nächsten Werkstatt hätte er durch die Stadt gemußt und hätte vermutlich mindestens 45 Minuten gebraucht.
Wozu ist man denn Premium ADAC Kunde, wenn die Disponenten anfangen mit einem zu diskutieren?
Letzendlich hat er kleinbei gegeben und sagte, er mache eine Ausnahme! Ich soll mich aber ja nicht darauf verlassen, dass dies das nächste Mal wieder klappen würde.
Soll ich ihm noch vor Dankbarkeit die Füße fallen?
Dann irgendwann nach 90 Minuten ruft mich der Fahrer an, sagt Bescheid, dass er in 15 Minuten da sei.
Auch er fragt mich, wohin das Fahrzeug geschleppt werden soll. Auch ihm teilte ich mit, dass mein kleiner Ford nach Müggelheim solle.
Er meinte dann nur, dies läge ja um die Ecke und lachte im Anschluss.
Als er dann endlich erschien, war mir klar, dass seine Aussage Ironie war. Denn auch er fing plötzlich an zu diskutieren und war tierisch unfreundlich. Auch hier musste ich ihm mehrfach sagen, dass dies innerhalb Berlins sei und nur fucking 15 Minuten entfernt ist. Er sagte dann, jaja nur 15 Minuten. Mit Glück bin ich in 2 Stunden da! WTF?
15 Minuten später in Müggelheim. ADAC Schlepper kommt an, fährt nicht auf das Grundstück, obwohl wir es ihm mehr als deutlich signalisieren. Er hält auf der Straße und lässt mein Ford verkehrt herum runter, so dass die Schnauze zur Straße und nicht zum Grundstück zeigt. Es war wohl mehr als deutlich, dass wir es auf dem Grundstück und nicht auf der Straße haben wollen. Somit hätte die Schnauze zum Gründstück zeigen müssen. Da wollte er uns noch mit seiner Machtdemonstration einen reinwürgen.
Er war weiterhin unfreundlich und lustlos.
Also so etwas habe ich noch nicht erlebt. Da muss man bis aufs Messer diskutieren um an seine Serviceleistung zu kommen. Und dann noch so kundenunfreundlich ausgeführt.
Leider habe ich bei ADAC online kein Beschwerdeformular gefunden, sonst hätte ich dieses anstelle des Forums hier verwendet
Da ADAC meine Jahresgebühr erst vor paar Tagen abgebucht hat, muss ich erstmal mich belesen, wie das mit den Kündigungsfristen ausschaut.
Da nimmt man mal die Leistung in Anspruch und wird dann so behandelt. Das können andere besser, hoffentlich.
bb